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Microgreens Radieschen, Rettich, Sonnenblume und Erbse

Was sind Microgreens?

Microgreens, Mikrogrün, Grünkraut oder Blattgrün – ein “Miniatur Wunderland”!

Microgreens sind junge, essbare Keimpflanzen. Man könnte auch sagen es handelt sich um Gemüse in einer Miniaturversion.

Aus einem Samen entwickelt sich ein Keimling, aus diesem entsteht eine Keimsprosse (oder auch Sprosse genannt) und danach wächst diese weiter, bis sich sogenanntes Mikrogrün entwickelt, das du auch als Blattgrün, Grünkraut, Babygrün oder am international geläufigsten als Microgreens bezeichnen kannst.

Microgreens wachsen in Erde, auf Matten oder Vlies und brauchen Sonnenlicht für ihr Wachstum. Nach ca. 7-14 Tagen werden sie mit einer Größe von 2.5-7.5 cm geerntet bzw. abgeschnitten, ganz  so wie du es früher in der Schule noch mit deinem ersten Päckchen Kresse gemacht hast.

Microgreen im Topf Amarathgrün. Mikrogrün gesund und lecker.
Microgreen im Topf: Amarathgrün. Mikrogrün gesund und lecker.

Die verschiedenen Microgreens weisen eine Vielzahl an interessanten Geschmacksrichtungen auf, wie beispielsweise mild, erfrischend, scharf-würzig oder süßlich. Ihr Geschmack ist viel intensiver als das von ausgereiftem Gemüse. Du kannst deinen Leibspeisen also durch das knackige Grünkraut ganz neue Geschmacksnuancen und eine größere Farbenvielfalt verpassen!

Wahrscheinlich sind gerade deswegen Microgreens in der gehobenen Gastronomie beliebt und werden sowohl zur optischen als auch zur geschmacklichen Bereicherung von Gerichten eingesetzt. Sterneköche benutzen Microgreens, um die Attraktivität ihrer Menüs zu erhöhen und diese in vielfältige Farbtöne zu tauchen. 

Die Verwendung von Microgreens ist abwechslungsreich: im Salat, als Deko auf Suppen, Smoothies, auf dem (Butter-)brot, in Sandwiches, Dips & Toppings, entsaftet in einem Saftshot oder gar als i-Tüpfelchen im Martini Glas 😉

Wie gesund sind Microgreens?

Kein anderes Gemüse ist wohl so quicklebendig wie frisch geerntetes Mikrogrün… gerade noch als Grünling wachsend auf der Fensterbank besitzt es frisch gepflückt eine äußerst hohe Dichte an Nährstoffen, an grünem Chlorophyll und an Sonnenenergie wie du es bei keiner anderen Gemüsesorte aus dem Supermarkt je finden wirst. Vor allem Chlorophyll ist ein wahrer Immunbooster, denn die Keimlinge gewinnen Energie aus Sonnenlicht und wandeln diese in grünes Chlorophyll um, das dir bei frischem Verzehr also eine volle Ladung Energie verpasst.

In Amerika zählen Microgreens zu den neuen Superfoods (und hierzulande auch immer mehr), da sie ein Vielfaches mehr an Vitaminen und guten Inhaltsstoffen aufweisen, als ihre ausgewachsenen großen Gemüse-Brüder und -Schwestern. 

Laut einer Studie des Agricultural Research Service (ARS), einer Organisation des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten, beinhalten Microgreens bei gleichem Gewicht 5 mal mehr Nährstoffe als die Blätter von reifem Gemüse. In 25 kommerziell genutzten Microgreens-Sorten wurde eine hohe Anzahl an Vitaminen wie Vitamin C, E und K und Carotinoiden gefunden, darunter Rotkohl, Koriander, Roter Amaranth und Rettich (Daikon). (Quelle: https://www.drweil.com/diet-nutrition/nutrition/what-are-microgreens/)

Ein Rotkohl-Microgreen zum Beispiel hat 260 mal soviel Beta-Carotin, 6 mal soviel Vitamin C und 40 mal soviel Vitamin E pro Gramm als der ausgewachsene Rotkohl (Quelle: Journal of Agricultural And Food Chemistry).

Welche Microgreens gibt es?

Das „junge Grün“ kann aus den Samen verschiedenster Arten von Gemüse, Kräutern und anderen Pflanzen gezogen werden. Ein Microgreen hat einen einzigen Stängel, der bei der Ernte knapp über der Erde abgeschnitten wird. Dabei kann es neben den voll entwickelten Keimblättern in der Regel auch schon die ersten richtigen Blätter aufweisen. Die meisten Sorten können ca. 7-12 Tage nach der Aussaat geerntet werden.

Der Berühmteste aller Microgreens-Vertreter ist wahrscheinlich die Kresse, aber es gibt noch so viele weitere Sorten von denen du wahrscheinlich noch nichts gehört hast (zumindest in der Anbauform als Mikrogrün): Sonnenblumen, Grünkohl, Mizuna, Buchweizen, Dill, Mungobohnen, Rotklee, Rettich, Bockshornklee, Kichererbsen, Ackerbohnen, Inkarnatklee, Rote Linsen, Senf, Schnittknoblauch und noch so viele weitere

Für Microgreens Anfänger und Neueinsteiger empfehlen wir für die Anzucht von Microgreens am besten Erbsen, Rettich, Kohlsorten (z.B. Brokkoli, Grünkohl, Rotkohl, Kohlrabi) sowie Radieschen. Diese Sorten sind sehr pflegeleicht, lassen sich einfach handhaben und du kannst nur wenig falsch machen. Gerade die kleinen Microgreens Samen, wie die Kohlsorten oder Rettich, sind schnell und einfach in der Anzucht. Man muss sie nicht – bis auf die Erbsen – vor dem Anbau einweichen.

Und wenn du gleich deine Kids in den wundersamen Blattgrün-Wachstumsprozess einbeziehen möchtest, dann raten wir dir zu Sorten mit einem milden Geschmack, so z.B. Erbse und Sonnenblume. Die Erbsen Microgreens schmecken nach frischen Erbsenschoten und die junge Sonnenblume hat einen lecker nussigen Geschmack. Die Struktur und Statur ihrer Stängel und Blätter ist eher kräftig im Vergleich zu anderen Sorten, so dass sie kleine Kinder prima in die Hand nehmen können, ohne dass die Sonnenblumen Microgreens gleich matschig werden.

Welche Vorteile bieten dir also Microgreens?

  • 🌱 extrem hoher Nährstoffgehalt und Bioverfügbarkeit (= Aufnahmefähigkeit bzw. Menge eines Nährstoffs, die tatsächlich vom Körper aufgenommen wird)
  • 🌱 viele aktive Enzyme (bis zu 100x mal mehr als bei frischem Gemüse, Quelle: Ann Wigmore Institute)
  • 🌱 chlorophyllreich
  • 🌱 ballaststoffreich & kalorienarm
  • 🌱 kostengünstig
  • 🌱 umweltfreundlich 
  • 🌱 einfach anzubauen (an jedem Ort, zu jeder Zeit, binnen kürzester Zeit)
  • 🌱 Hülle und Fülle an Sorten, Formen & Geschmacksrichtungen
  • 🌱 erwecken deinen Kreativgeist beim Dekorieren von Gerichten
  • 🌱 Urban Gardening/ Stadtgarten (Du brauchst nicht mal einen Garten, um zu gärtnern!)

Unterschied Microgreens & Sprossen

Wenn man Sprossen ganz einfach von Mikrogrün unterscheiden will, kann man sich Folgendes vorstellen: Sprossen sind die Baby- und Teenagerversion einer Jungpflanze und Mikrogrün ist die Erwachsenenvariante.

Aus Sprossen werden also Microgreens, je nach Keimzeit dauert dies unterschiedlich lange (siehe Einweich- und Keimzeiten). 

Sprossen kommen im Ganzen auf den Teller, sprich sie werden mit “Haut und Haaren” verzehrt (also mitsamt der Wurzel, Samenhülle und den eventuell schon entstandenen kleinen, grünen Blättern). 

Microgreens werden in der Regel in Erde gezogen und vor Ernte über dem Erdboden abgeschnitten. Übrig bleiben dann Stängel und Blätter für den Festschmaus.

Der Vorteil der Microgreens gegenüber Sprossen liegt – außer der Fähigkeit die wertvollen Nährstoffe des Bodens aufzunehmen – darin, dass sie durch das Sonnenlicht Chlorophyll bilden. Dabei werden die Inhaltsstoffe des Samens aufgewertet und es wird hochwertiges Eiweiß gebildet

Chlorophyll ist für die grüne Farbe der Blätter verantwortlich. Sein chemischer Aufbau ist mit Hämin, aus welchem Hämoglobin (Bestandteil der roten Blutkörperchen) gebildet wird, fast identisch. Chlorophyll wirkt daher blutreinigend, da das “grüne Blut” der Pflanzen in menschliches Blut umgewandelt werden kann.

Mit der Grünung werden die Kraft, Energie und die sonnenlichtwertigen Potentiale erhöht. Das kann bei Pflanzen mit nachgesagter Heilwirkung die Heilkraft steigern. Bei Pflanzen wie Rettich, Senf etc. werden während des Wachstums ätherische Öle und Bitterstoffe gebildet und erhöhen damit ihre pharmakologische Wirkung.

Was Chlorophyll außerdem im Körper bewirkt, erfährst du in einem eigenen Blogartikel, den wir dem grünen Elixier gewidmet haben.

Und das Beste an Microgreens?

Du kannst sie ganz schnell, leicht und einfach anbauen – 365 Tage im Jahr! Sie wachsen dir quasi von der Fensterbank in den Mund – was will man eigentlich mehr? 😉 
Lies doch mal in unserem Blogbeitrag “Microgreens anbauen”, was du beim Anbau von Mikrogrün alles beachten musst.

One comment

  1. Silke Minnig

    Microgreens sind einfach kostlich. Viele erinnern geschmacklich stark an das ausgewachsene Gemuse, andere andern den Geschmack je nach Wachstumsstadium. Intensiv schmecken jedoch alle. Aus dem vielfaltigen Sortiment an Geschmackern, Texturen und Farben findet sich immer etwas Passendes. Microgreens sind voll mit allem, was gesund ist, und arm an allem, was man vermeiden sollte. Kurzum: das genaue Gegenteil von Junkfood.

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