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Sprossen ziehen

Sprossen ziehen – so geht’s!

Ein trockenes Mini-Samenkörnchen, das alles andere als lebendig aussieht und so klein ist, dass es einfach von der Tischkante rollt und auf dem Fußboden nie wieder aufzufinden ist… und daraus soll ein großer, kräftiger Keimling voller Lebensenergie entstehen, der uns mit wertvollen Nährstoffen versorgt? Oh ja, und wie quicklebendig diese kleine Sprosse im Verlauf ihrer Wachstumsphase noch wird, finden wir jetzt auf ganz praktische Art und Weise heraus – denn wir werden zusammen Sprossen ziehen!

Denn so unscheinbar das Samenkorn doch sein mag, es trägt auf unsichtbare Art und Weise alle Voraussetzungen in sich, zu einem großen Wunder zu werden… 

Was brauchst du zum Sprossen ziehen?

Die Sprossen Samen selbst, Wasser, Luft, Licht und ein Sprossenglas.

Sprossen Samen (Bio Saatgut):

  • Achte auf möglichst unbehandeltes Saatgut mit Bio-Zertifizierung.
  • Für Sprossen und Microgreens gibt es spezielles Saatgut (Bio Keimsaat), das eine höhere Keimfähigkeit aufweist.
  • Deine verpackten Sprossen Samen sollten bei nicht zu hohen Temperaturen gelagert werden und auf keinen Fall direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
  • Bitte untersuche dein Bio Saatgut auch auf beschädigte Samen, denn diese keimen nicht mehr und beeinflussen gesunde Samen während des Keimprozesses negativ. Es kann dann zur Gärung kommen.

Luft und Licht:

  • Während des Keimvorgangs sollte sichergestellt sein, dass die Sprossennachkömmlinge genug Luft zum Atmen bekommen. Fülle dein Sprossenglas mit höchstens 1-2 EL Saatgut, denn die Keimlinge wachsen auf ein bis zu 15 mal größeres Volumen an als die Samengröße. Die Keimlinge sollten nie das komplette Sprossenglas ausfüllen (höchstens ¾ des Glases).
  • Das Sprossenglas mitsamt deiner baldigen Sprossenernte sollte niemals direktem Sonnenlicht ausgesetzt sein. Am wohlsten fühlen sich die Keimsprossen bei einer Raumtemperatur zwischen 18° und 21° C. In heißen Sommertagen kann es im Sprossenglas zu einer Gärung kommen, Bakterien und Schimmelpilze entstehen und die Sprossen trocknen aus. Um dem vorzubeugen, kannst du die Sprossen bei heißen Temperaturen öfters spülen, doch daran werden wir dich gleich nochmal in der detaillierten Anleitung erinnern 😉
  • Es wird zwischen Lichtkeimern und Dunkelkeimern unterschieden. Dunkelkeimer brauchen in den ersten Tagen eine Abdeckung, weil sich Dunkelheit förderlich auf ihren Keimprozess auswirkt.  Du brauchst dir an dieser Stelle aber nur zu merken, dass von all unseren Sprossen Sorten nur Brokkoli, Erbsen und Kichererbsen Dunkelkeimer sind, was bedeutet, dass du die Sprossengläser die ersten Tage mit einem Tuch abdecken musst, damit die kleinen Brokkoli-, Erbsen- oder Kichererbsen-Keimlinge so richtig in Gang kommen.
  • Siehe auch unsere Tabelle mit den Einweichzeiten und Keimzeiten für die Sprossenglas-Keimsaaten.

Sprossenglas oder Kressesieb

  • Sprossenglas: Für alle nicht-schleimbildenden Saaten geeignet. Gibt es in verschiedenen Größen (750 ml, 1.000 ml und 1.500 ml), mit Halterung und mit/ ohne Abtropfschale.
  • Kressesieb: Für alle schleimbildenden Saaten geeignet (z.B. Chia, Leinsamen, Kresse). In den Ausführungen rund und eckig erhältlich.

Und schon kann es losgehen 🙂

Sprossen ziehen im Sprossenglas

1. Keimsaat auswählen und einweichen

Um die Sprossen Samen für die Sprossenzucht vorzubereiten, ist es wichtig, dass du sie vorher einweichst. Nutze 1-2 EL Bio Saatgut (ca. 10-20g), spüle es mit Wasser durch und lege es in das mit Wasser gefüllte Sprossenglas. Das Wasser sollte dabei 3-5 mal mehr Volumen betragen als die Menge des Saatguts.

Am einfachsten ist es, wenn du die Sprossen einfach über Nacht einweichst. Der Einweichprozess “aktiviert” die kleinen, trockenen Samenhüllen für das bevorstehende Abenteuer und erweckt sie zum Leben.

Ein Tipp für Einweichzeiten, die über 12 Stunden hinausgehen: Bitte tausche einmal das Wasser nach 12 Stunden und fülle das Sprossenglas mit frischem Wasser auf.

Eine Tabelle der empfohlenen Einweichzeiten findest du hier.

2. Keimsaat spülen

Nachdem sich die Samen über Nacht (oder mehrere Stunden lang) mit Wasser vollgesogen haben, leerst du das Wasser über dem Waschbecken aus, spülst die Sprossen noch 1-2 mal mit frischem Wasser durch und stellst das Sprossenglas schließlich schräg über einem Untersetzer oder einer Abtropfschale ab, damit das restliche Wasser ablaufen kann. Wichtig: Ein wenig Platz lassen, damit Luft zirkulieren kann.

Die Sprossen spülst du von nun an zweimal am Tag (morgens und abends) mit Wasser. Dafür das Glas mit frischem Wasser füllen, etwas schütteln und das Wasser ausgießen. Diesen Vorgang kannst du 2-3 mal wiederholen. Im Anschluss lässt du das Sprossenglas umgekehrt schräg stehen auf der Abtropfschale. So kann das überschüssige Wasser komplett abtropfen und Luft zirkulieren.

Im Sommer brauchen die Sprossen mehr Wasser als im Winter, deswegen könntest du sie dann auch 3 mal am Tag spülen (ist aber kein Muss).

3. Sprossen ernten & aufbewahren

Das täglich zweimalige Spülen wiederholst du jeden Tag bis zur Ernte. Die empfohlene Keimzeit für Sprossen ist je nach Saatgut unterschiedlich und kann von 1 Tag bis zu 2 Wochen dauern (siehe unsere Sprossen ziehen-Tabelle)

Du kannst auch, je nach Sorte abhängig, das Sprossengemüse über seine Reifezeit hinaus weiter keimen lassen, bis es zu Mikrogrün (Microgreens) wird. Das erkennst du daran, wenn sich schon die ersten kleinen Blätter an der Sprosse bilden.

Vor dem Verzehr der Sprossen ist es empfehlenswert, diese in einem 5-minütigen Wasserbad zu desinfizieren (ca. 1 TL Apfelessig auf ein 750 ml Sprossenglas). Im Wasserbad ist es dir auch möglich, die leeren Samenhülsen, die sich während des Keimprozesses gebildet haben, mit der Hand zu entfernen. Wenn das nicht bei allen Samenhülsen gelingt, macht es aber auch nichts, denn du kannst diese auch problemfrei mit verzehren!

Wir empfehlen die Sprossen danach gut abtropfen zu lassen oder eine Salatschleuder zu nehmen, um die restliche Flüssigkeit zu entfernen.

Im Anschluss kannst du die geernteten Sprossen im Kühlschrank aufbewahren. Am besten eignet sich dafür ein luftdicht verschlossener Behälter oder auch eine Schüssel oder eine Schale, die du mit Küchenpapier ausstattest, damit die überschüssige Flüssigkeit der desinfizierten Sprossen aufgefangen wird. Ab diesem Zeitpunkt musst du die Sprossen dann nicht mehr spülen.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Übung macht den Meister und Probieren geht über Studieren! Es ist noch kein (Sprossen-)Meister vom Himmel gefallen und du kannst dich selber in diese neue Welt der sprießenden Sprossenwunder vorsichtig herantasten und einarbeiten – aber bitte nicht mit Zwang, Druck oder Angst etwas falsch zu machen, sondern mit kindlicher Neugier, Hingabe, der Bereitschaft zu lernen und der Freude am Experimentieren.

Mit dem Wissen aus diesem Blogbeitrag steht jedenfalls einer erfolgreichen Sprossenzucht nichts mehr im Weg.

Und das Beste: Du brauchst dich nur maximal 5 Minuten am Tag um deinen Sprossennachwuchs zu kümmern… na wenn das mal ein absolut gesunder, nährstoffreicher Power-Ertrag mit minimalem Aufwand wäre?! 😉

Wir wünschen dir viel Spaß beim Beobachten wie sich ein wahres Wunder der Natur aus deinen minikleinen Saatgut-Körnchen entwickelt!

Falls sich dir beim Sprossen ziehen noch die eine oder andere Frage auftut, kannst du auch immer gerne in unsere FAQ schauen, wo wir alle Fragen zu Problemen oder Problemchen bei der Sprossenzucht gesammelt haben (und auch weiterhin sammeln, falls etwas fehlen sollte):

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