Die Anzucht von Microgreens und Sprossen zuhause ist nicht wirklich schwer – viele Sorten gelingen bereits auf Anhieb. Deutlich schwieriger ist es oftmals, die anfängliche Motivation nach der ersten Ernte das ganze Jahr über aufrecht zu erhalten. Das kennen viele von uns auch von Neujahrsvorsätzen, die als bloßer Vorsatz meist nur wenige Wochen halten. Um die geschmacklichen Vorteile von Microgreens und Sprossen das ganze Jahr über genießen zu können, haben wir ein paar Tipps & Tricks zusammengestellt, die sich kinderleicht in deinen Alltag integrieren lassen. Viel Spaß!
Entwickle eine Routine
Die Überwindungskraft, gute Vorsätze regelmäßig in die Tat umzusetzen, lässt sich durch eine Routine deutlich verringern. Wie? Indem du Handlungen täglich oder wöchentlich zu fixen Zeiten wiederholst und die Hürde zur tatsächlichen Ausführung so gering wie möglich hältst!

Wie sich diese Erkenntnis auf Microgreens und Sprossen übertragen lässt? Ganz einfach! Entwickle eine Routine, die Microgreens und Sprossen gezielt in deinen täglichen Alltag integriert. Unsere Ideen hierfür:
- Halte die Hürde so gering wie möglich
Finde neben deiner Lieblings-Anzuchtart auch dein Lieblings-Saatgut und lagere beides auf Vorrat bei dir zuhause. - Plane deinen wöchentlichen „Pflanztag“
In unserem Team ist es häufig der Sonntag, an dem wir in aller Ruhe und fernab vom Wochenstress das Saatgut einweichen bzw. direkt einpflanzen. - Finde deinen wöchentlichen „Verwendungstag“
Je nach Saatgut-Sorte und Anbauart kannst du ausgehend von deinem Pflanztag genau definieren, wann die Sprossen oder Microgreens verwendet werden können! - Finde deine Lieblingsrezepte und integriere sie in deine tägliche Ernährung
Es gibt wahnsinnig viele alltägliche Verwendungsmöglichkeiten für Microgreens und Sprossen! Unsere Favoriten sind:- Angekeimter Buchweizen aus dem Sprossenglas in das morgendliche Müsli.
- Einen frischen Shot zwischendurch mit Weizengrassaft.
- Ein großer Salat mit Erbse-Microgreens und unserem Sprossenmix „Salat“.
- Deine Lieblings-Microgreens auf dem Abendbrot.
Mach es offensichtlich
Eine weitere Möglichkeit, gute Verhaltensmuster zu fördern, besteht in der offensichtlichen Platzierung der benötigten Hilfsmittel im Alltag. Was im Sport die Trainingsmatte direkt neben dem Bett oder die Klimmzugstange an der Tür ist, kann auch beim Anbau von Microgreens und Sprossen verschiedene Formen annehmen. Unsere Favoriten:

- Tausche deine Tischdeko aus
Schnittblumen, die danach einfach so auf den Kompost wandern, waren gestern. Heute: Eine Tischdeko, die nicht nur klasse aussieht, sondern nebenbei auch noch jedes Gericht mit leckeren Microgreens bereichert: Die Grow-Grow Nut! - Nutze jeden freien Platz in der Wohnung
Klar, das Fenstersims eignet sich hervorragend für die Grow-Grow Nut. Falls du einen Wintergarten oder ähnliches hast, bringst du die perfekten Voraussetzungen für das Keimgrün Starterpaket mit. Und auch mit dem Sprossenglas findet sich in jedem Regal ein passender Ort, da die Sprossen kein direktes Sonnenlicht benötigen!
Sorge für Abwechslung
Routinen haben einen Nachteil: Sie können mit der Zeit etwas eintönig werden. Umso wichtiger ist es, neben der Konstanz auch regelmäßig neue Impulse in den Alltag zu integrieren. In der Welt der Microgreens und Sprossen hast du den großen Vorteil, dass es unglaublich viele verschiedene Sorten an Saatgut gibt.

Unser Tipp: Setze dir eine Challenge, in der du das ganze Jahr über jeden Monat eine neue Sorte probierst! So können zu den „Microgreen-Dauerbrennern“ Brokkoli, Erbse, Sonnenblume, Radieschen und Weizengras auch jeden Monat etwas exotischere Sorten mitbestellt werden. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit:
Bei Sprossen ist die Sache sogar noch simpler: Du kannst verschiedene Sprossensorten mit einer ähnlichen Einweich- und Keimzeit im Sprossenglas kombinieren und so deine persönlichen Sprossen-Mixe kreieren! Mögliche Kombinationen für den Einstieg sind:
- Grünkohl, Rosenklee, Rotkohl, Kohlrabi und Rotklee.
- Mungobohnen und Linsen.
- Rettich und Radieschen.
Bleib das ganze Jahr über dran
Wer Outdoor-Sport wie Joggen als neue Gewohnheit integrieren möchte, kennt diese Herausforderung: Im Frühling und Sommer ist das Hobby an schönen Tagen leichter aufrechtzuerhalten. Doch spätestens sobald ungemütliche Herbst- und Wintertage kommen, schleichen sich Ausreden ein: „Heute nicht – Es ist zu kalt, nass und windig“.

Umso wichtiger ist es, diese Herausforderungen vorab zu kennen und durch passendes Equipment zu meistern. Was beim Joggen die Regenjacke oder wasserdichten Schuhe sind, kann beim Anbau von Microgreens und Sprossen verschiedene Formen annehmen. Der Winter ist ideal, aber auch im Sommer lassen sie sich problemlos ziehen, wenn du folgendes beachtest:
- Microgreens im Garten/ Hochbeet säen
Der Garten bietet optimale Wachstumsbedingungen, sodass du größere Mengen regelmäßig ernten kannst. Wichtig: Decke die Samen in den ersten Tagen mit Folie ab, um sie vor Sonne und Vögeln zu schützen. - Sprossen kühl halten
Sprossen mögen es nicht sonderlich warm. Im Sommer: Stelle das Sprossenglas tagsüber in den Kühlschrank und hole es nur nachts raus. Viele Sorten freuen sich an warmen Tagen über 3x tägliches Spülen statt 2x. Unser Tipp für einen erfrischenden Sommersalat: Gekeimte Mungobohnen!
Finde das passende Umfeld
Wenn du mit einem Freund oder einer Freundin ins Fitnessstudio gehst, bist du regelmäßiger da. Warum? Gegenseitige Motivation, neue Einsichten und Fortschritte teilen bringen Spaß und konstante Motivation. Dieses Gemeinschaftsgefühl lässt sich auch auf Microgreens und Sprossen übertragen: Das passende Umfeld bringt Abwechslung durch Erfahrungsberichte, Anbau-Tricks und Rezepte.

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*Hinweis: Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig.




